Geschichte

Unser Dorf wird in einer auf den Zeitabschnitt zwischen 780 und 802 datierten Urkunde erstmals als „Habelescendorf“ erwähnt. In dieser Zeit bestand das Dorf wahrscheinlich nur aus ein paar Häusern, vielleicht sogar nur aus einem einzelnen Gehöft. Der Name des Dorfes wechselte immer mal wieder. Und so findet man Halsdorf in alten Urkunden neben der o.a. Bezeichnung auch unter den Ortsnamen Hadibaldisdorf und Holztorff.

Dass ein Dorf weit mehr als tausend Jahre besteht ist faszinierend. Halsdorf hat in dieser langen Zeit vieles erlebt: Trauer und Freude, Tod und Geburt, Krieg und Frieden…

Das Salbuch von Halsdorf aus dem Jahr 1530 ist eine Art Kataster der Ländereien in Halsdorf. Es gibt Auskunft über die Besitzer von Grund und Boden und die Abgaben und Dienste, die die jeweiligen Besitzer ihrem Landesherrn schuldig waren. Eine Abschrift des Salbuches können Sie hier (pdf, 77 kb) downloaden.

Das in Halsdorf ab 1602 rund 200 Jahre ansässige Adelsgeschlecht derer von Rotzmann ist ebenso verschwunden wie deren Burgsitz.

Wappen derer von Rotzmann

Der Ende des 17. Jahrhunderts recht bekannte Schriftsteller Eberhard Werner Happel verlebte einen Teil seiner Kindheit in Halsdorf.

 

Eberhard Werner Happel

Der Dichter des Weserliedes, Franz von Dingelstedt, wurde 1814 in Halsdorf geboren.

 

Franz von Dingelstedt

Lebte das Dorf von der Anfangszeit bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts fast ausschließlich von der Landwirtschaft, finden heute die meisten Einwohner ihren Broterwerb in Industrie und Wirtschaft außerhalb Halsdorfs. Nur einige wenige Bauernhöfe sind von der einst ortsprägenden Landwirtschaft übrig geblieben. 1970 verlor Halsdorf seine Selbständigkeit und bildet heute zusammen mit Wohra, Langendorf und Hertingshausen die Großgemeinde Wohratal. Mit rund 880 Einwohnern ist Halsdorf der zweitgrößte Ortsteil Wohratals.

Im Jahr 1954 beging Halsdorf seine 700 Jahrfeier. Eigentlich ein Jahr zu spät, da die damals bekannte Ersterwähnungsurkunde aus dem Jahr 1253 datiert. Die damals erschiene Festschrift können Sie hier downloaden.

Innerhalb von knapp 50 Jahren “alterte” Halsdorf dann um 500 Jahre, da eine wesentlich ältere Ersterwähnungsurkunde auftauchte und somit 2002 das 1200-jährige Jubiläum begangen werden konnte.

Auch die Festschrift des Männgergesangvereines aus dem Jahr 1973 gibt einen kurzen Abriss der Halsdorfer Geschichte.

Der Arbeitskreis Dorfkultur und Dorfgeschichte hat unter dem Titel “1200 Jahre Halsdorf – Ein Buch vom Dorf” eine umfangreiche Chronik erstellt, die über jede Buchhandlung bestellbar ist-